Kategorie » Grenzenlos

COMRADE CONRADE. Demokratie und Frieden auf der Straße

Abschlussveranstaltung
In einer öffentlichen Zusammenschau wollen wir die vielen Ebenen und Perspektiven des Projekts noch einmal vergegenwärtigen und auch feiern, wie viel passiert ist. Eine Fülle an Wissen konkret zu dieser Straße konnte generiert und mit vielen Menschen geteilt werden. Wir laden alle Personen ein: die, die mit ihren Beiträgen, ihrem Wissen, ihren Fragen, ihrem Mitgehen und Interessiert-Sein beigetragen haben, aber auch jene, die es bis dato noch nicht schafften. Positive als auch negative Entwicklungen zur Straße können, müssen aber nicht besprochen werden. Ebenso könnten wir, müssen wir aber auch nicht über diverse Rundgänge, Kunst-Projekte, Diskussionen (im Radio, oder auch am Podium), Lehrveranstaltungsergebnisse, über eine Geburtstagsfeier für Bertha von Suttner oder Mapping-Ergebnisse und weiterführende Entwicklungen sprechen.

COMRADE CONRADE. Demokratie und Frieden auf der Straße

COMRADE CONRADE beschäftigt sich mit dem Zustand und der Zukunft von Demokratie und Frieden in gelebter Form innerhalb der Conrad-von-Hötzendorf-Straße. Die Äußere Jakoministraße wurde 1935, zur Zeit des austrofaschistischen Österreichs, nach dem Generalstabschef der Habsburgermonarchie, Franz Conrad von Hötzendorf, umbenannt, um mittels Geschichte eine nationale österreichische Identität zu formen. Conrad von Hötzendorf war wesentlich für den Weg in den Ersten Weltkrieg, die brutale Kriegsführung und Übergriffe gegenüber Zivilist*innen mitverantwortlich. Der Begriff COMRADE verweist einerseits auf diesen militärischen Aspekt, steht aber andererseits auch für einen kollegialen, solidarischen Umgang miteinander. CONRADE weist als weiblicher Vorname auf das Fehlen so vieler Frauen innerhalb großer Geschichtsschreibungen hin.

2018 ist ein Gedenkjahr in mehrfacher Hinsicht: 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs und Ausrufung der Ersten Republik, 100. Jahrestag allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen, 80. Jahrestag des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland, 70 Jahre Menschenrechte. Ausgehend von diesem Gedenken werden von den Beteiligten des Netzwerkes Rundgänge veranstaltet, in denen die Möglichkeit gegeben wird, sich anhand der Conrad-von-Hötzendorf-Straße aus unterschiedlichen Perspektiven lokales Wissen anzueignen und Zusammenhänge mit geschärftem Blick besser wahrnehmen zu können. Differenzierte Sichtweisen auf verschiedene Lebensrealitäten sichtbar zu machen heißt, sie verständlich zu machen. Sie unterstützen ein friedliches, achtsames und demokratisches Zusammenleben
Termine
9. Dezember 2018, 11:30 - 13:30 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: Johanna Tinzl, nachbearbeitet von Nikolaos Zachariadis, Schriftzug COMRADE CONRADE: Isabella Schlagintweit und Anna Hazod, Zeichnung: Martin Kollmann, ENDE GUT: nicole pruckermayr
Veranstaltungsort/Treffpunkt