Kategorie » Musik

Jazzwerkstatt - Tag I

19:30 Uhr - David Six Solo (A)
David Six - piano

„Für mich geht es in der Musik vor allem um die Magie, die sie im Konzert vermittelt", sagt David Six; „...die Substanz liegt zwischen den Noten und in der Verbindung, die zwischen Musiker und Publikum entsteht." Seine Fokussierung aufs Essentielle hat der zunächst klassisch ausgebildete Pianist auch durch die Beschäftigung mit indischer Kunstmusik (Studien bei Manickam Yogeswaran in Berlin sowie in New Delhi) geschärft. Die Stücke seines kommenden Solo-Albums entwickelte Six in der ruhigen, zeitlosen Abgeschlossenheit einer Kirche. Die Kompositionen spannen weite Bögen, von feinen Nuancen über melodiös-lyrische Momente bis zu einzelnen songähnlichen Strukturen; live erweitert Six das Panorama in Richtung offene, improvisiert - expressive Passagen. In den vergangenen Jahren wurde der 1985 geborene Österreicher auch durch seine Engagements beim internationalen Stargaze-Ensemble bekannt, dessen Kooperationen mit Songschreiber-Größen wie Grant Hart, Lisa Hannigan, Alexi Murdoch u.v.m. neue Schnittstellen von Klassik, Pop und Avantgarde definieren. Darüber hinaus arbeitete Six u.a. mit Bryce Dessner, Terry Riley und Bill Frisell.

21:00 Uhr - Clemens Sainitzer Solo (A)
Clemens Sainitzer - cello, electronics

Nachdem Clemens Sainitzer in vielen Projekten verschiedenster musikalischer Richtungen gewirkt hat, entstand der Wunsch ein Solo-Programm zu erarbeiten. Hier wird seine ganz individuelle Beziehung zum Cello ersichtlich und hörbar. Das Cello bekommt eine ganz neue Rolle und wird auf unübliche Art und Weise zum Schwingen gebracht: Clemens Sainitzer hat in Wien, Berlin und New York Jazz-Cello studiert und sein Spiel um eine Vielzahl neuer klanglicher Facetten und Techniken erweitert. Hier wird gegroovt, gewalked, gechopped und improvisiert. Alles ist erlaubt und jeder Musikstil darf vorkommen. Das Album ist eine Zusammenstellung von Eigenkompositionen und Improvisationen - ein spannender Stilmix, der das Violoncello entstaubt und glänzend in neuem Licht erscheinen lässt. Neben freien Klangflächen finden sich von Funk- und Rock-Musik inspirierte Kompositionen. Zwischen Wohlklang und reinem Geräusch changiert die Musik hin und her und zeigt die Vielseitigkeit des Cellos und seine perfekte Ausgangslage als Instrument des Jazz und der improvisierten Musik. Ein Teil der Kompositionen sind im Zuge des Kompositionsprojekts von Clemens Sainitzer - „Sunday Songs" - entstanden. In diesem ein Jahr dauerenden Projekt, das von Oktober 2017 bis Oktober 2018 lief, komponierte Sainitzer einen Song pro Woche.

22:30 Uhr - Hofmeister Schuller (D)
Jonathan Hofmeister - piano
Matthias Schuller - trombone

„Bei ihren Kompositionen und Improvisationen kann man der Musik gleichsam beim Entstehen zuhören. Minimalistisch, mal spannungsreich, mal sinnlich ist der Sound, der den Mainstream klar umschifft und Vorbildern wie Maurice Ravel und John Cage sachte Reverenz erweist" (Nürnberger Stadtanzeiger). Der Pianist Jonathan Hofmeister und der Posaunist Matthias Schuller, beide aus Köln, begeben sich spielend in einen offenen Dialog über die Grenzen und Freiheiten ihrer musikalischen Vorstellungskraft. Noise Garden - der Titel ihres Debutalbums - steht dabei für den Detailreichtum, die Wandelbarkeit und die Struktur im gemeinsamen musikalischen Prozess.
Termine
9. April 2019, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort/Treffpunkt