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Alte Geschichte und Kriminologie

Das Hans Gross Kriminalmuseum und das Institut für Alte Geschichte stellen ihre jüngst erschienenen Publikationen vor
Wolfgang Spickermann und Volker Grieb präsentieren ihren Band „Frühes Christentum im Ostalpenraum“:
Dieser Sammelband ist das Ergebnis einer Tagung mit dem Titel „Von Aquileia bis zum Frauenberg. Das Frühe Christentum im Ostalpenraum“, die am 2. und 3. Juni 2016 vom Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde an der Universität Graz durchgeführt wurde. Die Beiträge spiegeln eine interessante und zum Teil kontrovers geführte Diskussion, die sich insbesondere auf das Problem des „Arianismus“ bei den germanischen Völkerschaften und die Funktion doppelter Kirchenanlagen fokussiert.

Ergebnis einer 2017 stattgefundenen Tagung sind die gesammelten Aufsätze zu „Gier, Korruption und Machtmissbrauch in der Antike“:
Die Begriffe Gier, Korruption und Machtmissbrauch umschreiben ein weites, heterogenes Themenfeld. Eines aber ist den untersuchten Phänomenen gemeinsam, nämlich eine Überschreitung von zumindest moralischen Grenzen. In diesem Band werden sie im Hinblick auf verschiedene historische Spezifika und Bedingungen ebenso untersucht wie auf zugrundeliegende anthropologische Konstanten. Dabei werden vielerlei Lebensbereiche ins Auge gefasst, etwa Gesellschaft, Politik, Recht, Wirtschaft, Kunst oder Religion. Der behandelte Zeitraum reicht von der griechischen Klassik bis zur Spätantike, auch die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte findet Beachtung.

Und der Fall des Ein- und Ausbrecherkönigs „Josef Streck“ erlebt bereits seine dritte Auflage:
Der Meisterdieb und gelegentliche Zuhälter Josef Streck wurde in den 1920-er Jahren in Graz kriminalbiologisch untersucht. Strecks ausführliche Briefe blieben ebenso wie die Untersuchungsunterlagen am Kriminalmuseum der Universität Graz erhalten. Es war also möglich, seine Sicht mit den damals vorherrschenden bürgerlich-konservativen Anschauungen zu kontrastieren und paradigmatisch die Instrumentalisierung von Menschen durch die Wissenschaft darzustellen.

Die drei Bücher werden kurz vorgestellt und können vor Ort zum Sonderpreis erworben werden. Im Anschluss an die Präsentation gibt es bei einem Glas Wein die Möglichkeit, mit den Herausgebern und Autoren zu plaudern. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Datei.
Termine
29. Mai 2019, 18:00 Uhr
Weitere Informationen
HS 01.23, Hauptgebäude der Universität Graz, Universitätsplatz 3, 2. Obergeschoß, 8010 Graz
Veranstaltungsort/Treffpunkt