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Sonja Gangl - I borrowed optimism from the past

Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst
Das künstlerische Werk von Sonja Gangl zeugt von einer intensiven Auseinandersetzung mit unserer medialisierten Lebenswirklichkeit. Die Künstlerin macht unsere Welt zu ihrem Motiv und lässt dabei keine ihrer vielen Facetten außer Acht. Bekannt ist die österreichische Künstlerin vor allem für ihre herausragend naturalistischen Zeichnungen und die konsequente Hinterfragung dieses Mediums. Mit ihrer Einzelausstellung „I borrowed optimism from the past“ im Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien (KM– Graz) schlägt Gangl nun ein neues Kapitel in ihrem künstlerischen Schaffen auf und wendet sich mit einer umfassenden Neuproduktion der Abstraktion zu.

Im Zentrum der Ausstellung steht der Werkzyklus „Supra-Linien“ (2019/20), mit dem die Künstlerin den Schritt aus der figurativen Darstellung ins Feld der Abstraktion vollzieht. Die in Vorbereitung des Projekts entstandenen 15 großformatigen Gemälde zeigen grafitfarbene Schraffuren unterschiedlicher Stärken auf weißem Grund. Ihre Kompositionen erscheinen zunächst zufällig. Bei näherer Betrachtung verkehrt sich dieser Eindruck jedoch in sein Gegenteil: Die gemalten Motive der Serie gehen auf Blei- und Farbstiftzeichnungen zurück, welche die Künstlerin während ihrer Arbeit an früheren naturalistischen Bildsujets anfertigte, um das Zeichenmaterial im Sinne des Ausprobierens der Stärke und Qualitäten der verwendeten Stifte zu präparieren – die von ihr so benannten „Supra-Linien“. Als künstlerisches Konzept überführt Gangl hier die Zeichnung in einem Transformationsprozess in das Medium der Malerei und eröffnet damit eine Art Zoom in die Struktur des Materials.

Sonja Gangl (*1965 Graz, lebt in Wien) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Markus Prachensky und an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Ernst Caramelle. Sie ist seit 2003 Mitglied der Wiener Secession. Ihre Ausstellung „Dancing with the End“ (2013/14) war die erste Einzelpräsentation, die das Museum Albertina einer weiblichen Künstlerin widmete. Gangls Arbeit war darüber hinaus in zahlreichen Institutionen zu sehen und ist über die Grenzen Österreichs bekannt.

Das Ausstellungsprojekt „I borrowed optimism from the past“ wird im Nachklang des Würdigungspreises für Bildende Kunst des Landes Steiermark ausgerichtet.


Rahmenprogramm
05.03.2020, 18:00 Elsy Lahner (Albertina Wien), Malerei als große Zeichnung, Vortrag
19.03.2020, 18:00 Peter Geimer (Freie Universität Berlin), Lob der Fliege. Begegnungen mit einem rätselhaften Insekt, Vortrag
02.04.2020, 18:00 Sonja Gangl, I borrowed optimism from the past, Katalogpräsentation
Termine
Eröffnung 31. Jänner 2020, 18:00
1. - 29. Feber 2020, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr * Do bis 20:00 Uhr
Abgesagt! 1. - 31. März 2020, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr * Do bis 20:00 Uhr
Abgesagt! 1., 2. April 2020, Di - So 10:00 - 18:00 Uhr * Do bis 20:00 Uhr
Weitere Informationen
Eröffnung mit Ed Foxtrott & Walter Slowfox / DJ Set
Kuratorin: Jana Franze
Katalog: Revolver Verlag, Berlin
Veranstaltungsort/Treffpunkt