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Die Passagierin

Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog von Mieczysław Weinberg
1960: Lisa erinnert sich. Zunächst nur verschwommen, drängen immer mehr vergessene Melodien, Gesichter, Berührungen und Narben an die Oberfläche ihres Denkens, bis es schließlich kein Zurück mehr geben kann und Lisa erneut durch den „stinkenden Sumpf“ von einst watet.

Lisa erinnert sich an ihre Zeit als SS-Aufseherin im KZ Auschwitz und im Besonderen an die Insassin Marta, die den Musiker Tadeusz liebt und die hofft, gemeinsam mit ihm und den anderen das Ende des Krieges zu erleben. Doch kann es an einem Ort wie Auschwitz Hoffnung geben?

Mieczysław Weinberg komponierte die Oper 1968 nach dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz, die ihre Erinnerungen durch den Blickwinkel der Täterin Lisa verarbeitete: Die Frage nach Schuld und die erneute Begegnung mit der Vergangenheit in der Gestalt Martas gehen unter die Haut, werden von Weinberg in berührende Harmonien überführt.

Seine Musik bewegt sich dabei zwischen Beethoven, Mahler und Schostakowitsch, um einen Augenblick später Kinderlieder, Folklore und Chansons zu zitieren, die uns mithineinziehen in den unvorstellbaren Wahnsinn dieser Zeit. Für die Rolle der Lisa kehrt Dshamilja Kaiser zurück nach Graz und trifft dort auf Nadja Stefanoff in der Rolle der Marta, die uns zuflüstert: „Und ihr, meine Freunde, seid auch bei mir … Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde.“

Besetzung:
Musikalische LeitungOksana Lyniv (Mär: 14, 19, 21, 25, Apr: 26)/Marcus Merkel Apr: 17, 19, 22, Mai: 8, 14)
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Irina Spreckelmeyer
Licht: Sebastian Alphons
Dramaturgie: Yvonne Gebauer (als Gast)/Marlene Hahn
Chor: Bernhard Schneider
Video: Christian Weißenberger
Marta: Nadja Stefanoff
Tadeusz: Markus Butter
Katja: Tetiana Miyus (Mär: 14, 19, 21, 25, Apr: 26, Mai: 8)/Eva-Maria Schmid (Apr: 17, 19, 22, Mai: 14)
Krystina: Antonia Cosmina Stancu
Vlasta: Andrea Purtić
Hannah: Mareike Jankowski
Yvette: Sieglinde Feldhofer
Alte: Ju Suk/Mana Iwata
Bronka: Joanna Motulewicz
Lisa: Dshamilja Kaiser
Walter: Will Hartmann
1. SS-Mann: Ivan Oreščanin
2. SS-Mann: David McShane
3. SS-Mann: Martin Fournier
Älterer Passagier: Konstantin Sfiris
Oberaufseherin: Uschi Plautz
Steward: Christian Scherler/Adrián Martinez Berthely
Termine
Abgesagt! 14. März 2020, 19:30 Uhr
Abgesagt! 19., 21., 25. März 2020, 19:30 Uhr
Abgesagt! 17., 22. April 2020, 19:30 Uhr
Abgesagt! 19., 26. April 2020, 15:00 Uhr
Abgesagt! 8., 14. Mai 2020, 19:30 Uhr
Weitere Informationen
Aufgrund der aktuell getroffenen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus verlautbaren die Bühnen Graz nach gemeinsamen Beschluss aller Intendant*innen und Geschäftsführer die Absage aller Veranstaltungen auf allen Bühnen von Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty Kinder- und Jugendtheater sowie den Grazer Spielstätten (Orpheum, Dom im Berg, Schloßbergbühne Kasematten) ab sofort bis Anfang April 2020. (Das genaue Enddatum dieser Maßnahme leitet sich aus der offiziellen Verordnung der Stadt Graz ab.)

Den Wert von bereits gekauften Tickets für Veranstaltungen zwischen 10. März und Anfang April 2020 erhalten Käufer*innen über jene Vorverkaufsstelle, über die das Ticket gekauft wurde, in voller Höhe rückerstattet.
Über eine Verlängerung der derzeit getroffenen Maßnahmen wird abhängig von weiteren Beschlüssen der Regierung und Empfehlungen des Gesundheitsministeriums entschieden werden.


Libretto von Alexander Medwedew, nach dem gleichnamigen Roman von Zofia Posmysz
In deutscher, polnischer, französischer, tschechischer, jiddischer, russischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Empfohlen ab 14 Jahren.

Am 25. März findet im Anschluss an die Vorstellung im Galeriefoyer der Nachklang für Studenten/Studentinnen statt.
Am 8. Mai findet im Anschluss an die Vorstellung im Galeriefoyer ein Nachgespräch statt.
Veranstaltungsort/Treffpunkt