Kategorie » Theater/Tanz

Wechselwirkung

Wechselwirkung - Eine Montage für das Anthropozän ist ein experimentelles Musiktheater, das im Rahmen von Wien Modern im November 2020 aufgezeichnet wurde und am 13.1. die online Premiere feiert.

Das Stück ist Teil des Projektes "On the Fragility of Sounds" (PEEK AR 537) an der Kunstuniversität Graz.

Mitwirkende:
Ensemble PHACE
Sonja Leipold: Cembalo
Molly McDolan: Oboe da caccia
Juliet Fraser: Stimme, Tanz
Veronika Mayerböck: Licht
Christina Bauer: Klangregie, Live-Elektronik
Christina Lessiak: Künstlerische Mitarbeit
Irene Lehmann: Dramaturgische Beratung
Paola Bianchi: Konzept, Choreografie, Tanz
Pia Palme: Idee, Konzeption, Komposition, Texte
Lars Mlekusch: Dirigent

Körper bewegen, im Raum. Sie singt, keucht, atmet – stehend, drehend – sie kniet, liegt, rollt vor meinen Füßen, ihre hohe Stimme wandert mit, bis in meine Sohlen kann ich sie hören. Verliere mich in diesen angespannten Körpern, die quer über den Tanzboden kriechen. Zittern. In solcher Nähe zu diesen Menschen. Hör jetzt nicht auf zu singen! Sie erinnert sich: an die Einsamkeit. Sie möchte allein sein und doch nicht. Der Klang der Worte fasziniert sie, lesend hört sie nach innen: Lasciatemi mori, damals wie heute. Sie seufzt: Wie probt man, wie komponiert man, und, wie bitte, plant man erfolgreich eine Musiktheateraufführung während dieser Pandemie?

Sie denkt und schreibt:
Wie denn eine Brücke schlagen zu einem anderen Ufer,
das sich windet,
verkrochen im Nebel nicht zu vermessen ist?

Der transdisziplinäre Zusammenschluss bestehend aus der Komponistin Pia Palme, der Tänzerin/Choreografin Paola Bianchi, der Sängerin Juliet Fraser, der Theaterwissenschaftlerin Irene Lehmann und der Musikologin Christina Lessiak arbeitet seit 2019 künstlerisch-forschend an «Wechselwirkung» und weiteren Projekten in Graz und Wien. Diese wachsende kollaborative Struktur rund um Pia Palme entwickelte sich aus vorangehenden Projekten mit Juliet Fraser (seit 2012, 2015 Mordacious Lips, to Dust) und Paola Bianchi (2013, ABSTRIAL). Die experimentelle Arbeitsweise der Gruppe lebt von der wechselseitigen Beeinflussung der individuellen Akteur*innen und vom Ineinandergreifen der unterschiedlichen Praktiken und Wissensvorräte. (Pia Palme)
Termine
13. Jänner 2021, 20:00 Uhr
Weitere Informationen
Die Aufführungen wurden zum angekündigten Zeitpunkt in angepasster Form im Rahmen des Forschungsprojekts der Kunstuniversität Graz durchgeführt. Die Filmemacherin Michaela Schwentner hat die Aufführungen filmisch begleiten. Der Film ist ab 13. Jänner 2021 um 20 Uhr frei und kostenlos zugänglich.

Veranstalter: Kunstuniversität Graz
Veranstaltungsort/Treffpunkt