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Kategorie » Theater/Tanz
Die Glut
Von Christopher Hampton nach dem Roman von Sándor Márai.
In einem ungarischen Schloss im kriegserschütterten Europa der 1940er Jahre erwartet Henrik, ein General der k.u.k Armee im Ruhestand, die Ankunft Konrads. Es ist die erste Begegnung des Freundespaars seit mehr als vierzig Jahren. Nach einer seltsamen Begebenheit, die sich während eines Jagdausflugs ereignete, verließ Konrad damals über Nacht und ohne eine Nachricht zu hinterlassen seine Heimat und floh in die Tropen. Nun sehen sich die beiden Freunde als alte Männer wieder, um sich ein erstes Mal mit den folgenschweren Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit zu konfrontieren. Henrik hofft, in dieser Nacht die Antworten zu erhalten, auf die er seit Jahrzehnten wartet. Sein Freund aber kontert mit Schweigen. Es kommt zu keiner Aussprache. Stattdessen entwickelt sich aus dem nächtlichen Gespräch eine wortreiche Suche Henriks auf die Fragen nach Liebe, Schuld und verratener Freundschaft. Sándor Márais berühmtester Roman erschien bereits 1942, doch erst ein halbes Jahrhundert später wurde er zum Welterfolg. Als Kammerspiel komponiert, ist er für eine Dramatisierung geradezu prädestiniert. Die Bühnenadaption des britischen Dramatikers und Drehbuchautors Christopher Hampton (Gefährliche Liebschaften) erlebte seine Uraufführung 2006 in London mit Jeremy Irons in der Hauptrolle. Am Schauspielhaus Graz wird in der Rolle des Henrik Helmut Lohner zu sehen sein.
Zum Autor
Sándor Márai, geb. 1900 in Kaschau, Österreich-Ungarn, publizierte zunächst auf Deutsch, ab 1928 ausschließlich in ungarischer Sprache. Er gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker. Neben Die Glut zählen zu seinen berühmtesten Romanen: Wandlungen einer Ehe, Die Gräfin von Parma und Das Vermächtnis der Eszter. 1989 schied er in Los Angeles freiwillig aus dem Leben.
Zum Regisseur
Ingo Berk, geb. 1975 in Mainz, inszenierte an der Schaubühne Berlin (die Uraufführungen zweier Stücke von Marius von Mayenburg), am schauspielhannover (Kleists Prinz Friedrich von Homburg und die Uraufführung von Anja Hillings Schwarzes Tier Traurigkeit), am Schauspiel Bonn (zuletzt O’Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht) und im Rahmen des young Directors Project der Salzburger Festspiele. Am Schauspielhaus Graz inszenierte er u. a. Oedipus von Sophokles und Joseph Roths Radetzkymarsch.
Besetzung:
Regie: Ingo Berk
Bühnenbild: Damian Hitz
Kostüme: Renata Balogh
Musik: Patrik Zeller
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Henrik: Helmuth Lohner
Konrad: Gerhard Balluch
Nini: Gerti Pall
Termine
Premiere: 4. Dezember 2009, 19:30 - 21:30 Uhr
9., 10., 15., 23., 27. Dezember 2009, 19:30 - 21:30 Uhr
9., 13., 15. Jänner 2010, 19:30 - 21:30 Uhr
5., 21., 25. Februar 2010, 19:30 - 21:30 Uhr
27. März 2010, 19:30 - 22:00 Uhr
28. März 2010, 15:00 - 17:15 Uhr
29., 30. April 2010, 19:30 - 22:00 Uhr
1., 2. Mai 2010, 19:30 - 22:00 Uhr
Wiederaufnahme: 28. September 2010, 19:30 Uhr
2. Oktober 2010, 19:30 Uhr
12., 17. November 2010, 19:30 Uhr
online Karten
Karten
Veranstaltungsort
Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 80 08
Fax: +43 (0)316 80 08 3488
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 Schauspielhaus:  30
 Jakominiplatz:  31,32,33,34,35,39,40;  1,3,4,5,6,7,13,14
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Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
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