|
|
Kategorie » Theater/Tanz
Liliom
Eine Vorstadtlegende in 7 Bildern von Ferenc Molnár.
Liliom, ein rauer Habenichts und Dienstmädchenschwarm, gibt seine Stelle als Ausrufer und „Hutschenschleuderer“ bei der Karussellbesitzerin Muskat auf, um mit dem Dienstmädchen Julie ein neues Leben zu beginnen. Die beiden heiraten und finden in der Bretterbude des Schnellfotografen Hollunder Unterschlupf, wo sie fortan in Armut leben. Voll unausgesprochener Liebe im Herzen und aus Kummer über ihre Not wird Liliom seiner Frau gegenüber immer wieder gewalttätig. Als Julie ein Kind erwartet, lässt er sich zu einem Raubüberfall verleiten, der jedoch misslingt. Liliom ersticht sich, um der Verhaftung zu entgehen, und muss vor das himmlische Selbstmördergericht treten. Auch dort weigert er sich trotzig, seine Liebe zu Julie zu gestehen. Nach sechzehn Jahren im Fegefeuer erhält er die Erlaubnis, für einen Tag auf die Erde zurückzukehren und seine Läuterung zu beweisen, indem er seiner Tochter Luise etwas Gutes tut. Er gibt sich als Freund des verstorbenen Liliom aus, wird jedoch von Julie aus dem Haus gewiesen, als er Luise erzählt, was für ein schlechter Mensch ihr Vater gewesen sei. Als die Tochter schließlich sein Geschenk, einen vom Himmel gestohlenen Stern, zurückweist, schlägt Liliom nach ihr und hat damit seine Chance auf Wiedergutmachung vertan.
Molnárs „Vorstadtlegende in 7 Bildern und einem szenischen Prolog“, eine Mischung aus Volksstück, Sozialdrama und Märchen, wurde am 7. Dezember 1909 in Budapest uraufgeführt. Seine Erfolgsgeschichte begann mit der deutschsprachigen Erstaufführung einige Jahre später im Theater in der Josefstadt. Liliom wurde 1934 von Fritz Lang verfilmt und diente 1945 als Vorlage für das erfolgreiche Broadway-Musical Carousel.
Regie führt Viktor Bodó, der mit seiner Alice-Inszenierung in der Spielzeit 07/08 groß auftrumpfte: Nestroy Preis 2008 für die beste Ausstattung, u. a. Einladung zum young Directors Project der Salzburger Festspiele 2009 und dem Radikal Jung Festival München 2008.
Zum Autor
Ferenc Molnár, eigentlich Ferenc (Franz) Neumann, geb. 1878 in Budapest, gest. 1952 in New York. Jus-Studium, Tätigkeiten als Journalist und Dramatiker. Nach seiner Flucht vor den Nazis 1937 nach New York als Drehbuchautor tätig. Bekannteste Werke neben Liliom: Eins, Zwei, Drei (1926), Spiel im Schloss (1926) und Olympia (1928).
Zum Regisseur
Viktor Bodó, geb. 1978 in Budapest. Schauspiel-, Regiestudium. Gründete als Student die „Magma Gesellschaft“ und veranstaltete Kunstfestivals. 2004 preisgekrönte Adaption von Kafkas Prozess am Katona József Theater Budapest. Inszenierungen u. a. am Deutschen Theater und HAU Berlin. Am Schauspielhaus Graz Der Prozess nach Kafka, Alice nach Lewis Carroll (Nestroy Preis 2008 für die beste Ausstattung, Einladung zu diversen Festivals) und Die Stunde da wir nichts von einander wussten von Peter Handke, gemeinsam mit seiner ungarischen Theatertruppe Szputnyik Shipping Company.
Besetzung:
Inszenierung:Viktor Bodó
Bühne: Viktor Bodó, Pascal Raich
Kostüme: Andrea Kovács
Musik: Klaus von Heydenaber
Licht: Tamás Bányai
Dramaturgie: Anna Veress, Andreas Karlaganis
Liliom: Jan Thümer
Julie: Kata Petö
Marie: Sophie Hottinger
Frau Muskat: Steffi Krautz
Ficsur: Sebastian Reiß
Frau Hollunder: Gerti Pall
Der junge Hollunder: Martina Stilp
Wolf Beifeld: Thomas Frank
Der Polizeikonzipist: Franz Xaver Zach
Der Schutzmann: Claudius Körber
Luise: Katharina Klar, Andrea Wenzl
Klavier: Klaus von Heydenaber
Geige: Nitzan Bartana, Jaha LEE
Akkordeon: Kristof Darvas, Martin Krusche
Cymbal: Rozsa Farkas
Termine
Premiere: 12. März 2010, 19:30 - 22:05 Uhr
13., 19., 23., 31. März 2010, 19:30 - 22:05 Uhr
14., 15. April 2010, 19:30 - 22:05 Uhr
8. Mai 2010, 19:30 Uhr
4., 26. Juni 2010, 19:30 Uhr
Wiederaufnahme: 24. September 2010, 19:30 Uhr
8. Oktober 2010, 19:30 Uhr
4. November 2010, 19:30 Uhr
3. Dezember 2010, 19:30 Uhr
online Karten
Karten
Veranstaltungsort
Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 80 08
Fax: +43 (0)316 80 08 3488
- - - - -
 Schauspielhaus:  30
 Jakominiplatz:  31,32,33,34,35,39,40;  1,3,4,5,6,7,13,14
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz
Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* GVB Fahrpläne
* Liniennetzplan (PDF)
* BusBahnBim-Auskunft
|
|