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Kategorie » Theater/Tanz
Am Ziel
von Thomas Bernhard
Jahrelang war es stets das Gleiche, jedes Jahr wurden die Koffer gepackt, um im Sommer ins Haus am Meer zu fahren. Doch dieses Mal wird das Ritual – die Tochter packt, die Mutter gibt Anweisungen – gestört, die Ruhe ist dahin. Ein Besucher wurde gebeten, die Damen zu begleiten. Die Industriellenwitwe und ihre Tochter hatten sich im Überschwang eines Premierenerfolgs, dem sie beiwohnten, hinreißen lassen, den Erfolgsautor in die Sommerfrische einzuladen. Ein schnell bereuter Leichtsinn, der die Mutter zu einem Bernhard-typischen Lebenslamento hinreißt. In einer Suada, die zu einer bitteren Bilanz wird, rechnet die Witwe eines Gußwerk-Besitzers mit ihren Lebensträumen und Leidenserfahrungen ab. Materiell hat sie alles erreicht, ist aus ärmsten Verhältnissen aufgestiegen, hat dafür einen verhaßten Mann geheiratet und ein ungeliebtes Kind verloren. Am Ziel angelangt, wird ihr angesichts des jungen Schriftstellers die Vergeblichkeit und Leere dieses Strebens bewußt und sie kämpft darum, die eigene Biographie neu schreiben zu können. Der große österreichische Misanthrop, Thomas Bernhard, variiert mit Röntgenblick und grotesk-komischem Furor eines seiner zentralen Themen: den Selbsthaß seiner Protagonisten auf die als ausweglose Falle empfundenen Lebensläufe.
Besetzung:
Regie: Patrick Schlösser
Bühnenbild: Katja Wetzel
Kostüme: Uta Meenen
Dramaturgie: Marion Hirte
Die Mutter: Steffi Krautz
Die Tochter: Carolin Eichhorst
Ein dramatischer Schriftsteller: Max Mayer
Thomas Bernhard
1931 als uneheliches Kind einer Dienstbotin in Heerlen, Holland geboren, wuchs er bei den Großeltern in Wien auf. Seine Jugend verbrachte er im verhaßten NS-Internat in Salzburg. Lebte als Autor auf einem Hof in Ohlsdorf, Gmunden, wo er 1989 an Herzversagen starb. Bernhard erhielt u.a. den Österreich. Staatspreis und den Georg Büchner Preis.
Patrick Schlösser
Geboren: 1971 in Bitburg.
Ausbildung: Studium der Musik- und Theaterwissenschaften in Mainz.
Engagements: Regieassistenz in Mainz, Düsseldorf und Wien u.a. bei Anna Badora, Einar Schleef, Wilfried Minks und Sönke Wortmann. Erste Regiearbeit: Messer in Hennen von David Harrower (1999) am Düsseldorfer Schauspielhaus. Weitere Inszenierungen am Düsseldorfer Schauspielhaus u.a.: Anatol von Arthur Schnitzler (ausgezeichnet mit dem Förderpreis des Landes Nordrheinwestfalen 2000), Der Impresario von Smyrna von Goldoni (2003), Die Jungfrau von Orleáns von Friedrich Schiller (2004), Süden von Julien Green (2005), Bunbury. Ernst ist das Leben von Oscar Wilde/Elfriede Jelinek (2005). Außerdem Inszenierungen am Schauspielhaus Bochum (Triumph der Liebe von Marivaux), am Deutschen Theater Berlin (Das Sparschwein von Labiche) und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Gespenster von Henrik Ibsen).
Operninszenierungen: Werther von Massenet am Theater Krefeld/Mönchengladbach (2004), Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart am Landestheater Linz (2005).
Letzte Spielzeit: Am Schauspielhaus Graz inszenierte er in der Spielzeit 2006/2007 Zwischenspiel und Der Menschenfeind.
Termine
Premiere: 14. Februar 2008, 19:30 Uhr
27. Februar 2008, 19:30 Uhr
8., 11., 14., 29. März 2008, 19:30 Uhr
3., 9., 29. April 2008, 19:30 Uhr
13., 27. Mai 2008, 19:30 Uhr
10., 17. Juni 2008, 19:30 Uhr
online Karten
Karten
Veranstaltungsort
Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 80 08
Fax: +43 (0)316 80 08 3488
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 Schauspielhaus:  30
 Jakominiplatz:  31,32,33,34,35,39,40;  1,3,4,5,6,7,13,14
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz
Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
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* Liniennetzplan (PDF)
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