Ab 14. November setzen die Grazbürsten mit ihrem neuen Programm „Lach-Haft“ wieder den Striegeln an, um die Steirerinnen und Steirer gegen den Strich zu bürsten. Die Kabarettisten-Truppe feiert heuer ihren 25-jährigen Bestand – und das mit einem Neuzugang: Franz Friedrich, vielen bekannt aus seinen 28 Jahren am Grazer Schauspielhaus, ist ab heuer mit von der Partie.
Graz. In Ketten gelegt und mit Handschellen – Strafe muss sein, wenn man 25 Jahre lang den Steirerinnen und Steirern den Spiegel vorhält. Trotzdem: Selbst die Gitterstäbe der Lach-Haft können die Grazbürsten nicht davon abhalten, am 14. November im Wartingersaal am Grazer Karmeliterplatz die Premiere ihres neuen Programmes zu feiern. Und zum Jubiläum nehmen sie dabei die Zuschauer gleich mit in Lach-Haft. Das Jubiläum feiert die Kabarettisten-Truppe mit einem Neuzugang. Franz Friedrich ist ab heuer mit von der Partie, nachdem sich Gründungsmitglied Horst Goldemund in den kabarettistischen Ruhestand begeben hat. Mit Friedrich wurde ein würdiger Nachfolger gefunden: Von 1977 bis 2005 gehörte er dem Ensemble des Grazer Schauspielhauses an, seine ersten kabarettistischen Sporen verdiente er sich bei den „Galeristen“ die er gemeinsam mit Sepp Trummer, Ewald Autengruber und Gerda Klimek gegründet hatte.
Beißkraft & Balancegefühl
Im Jubiläumsprogramm zeigt die siebenköpfige Gruppe, dass sie keineswegs an Grün-Beiß-Kraft verloren hat und beweist einmal mehr, dass sie ihr Balancegefühl beim Grenzgang auf dem heiteren Grat in den 25 Jahren perfektioniert haben. Unter den 25 Nummern finden sich sechs Reminiszenzen auf bisherige Programme, nicht schmerzhaft für die Lachmuskeln die neuen Nummern, wenn etwa zwei mit modernster „Seghts schon Controll“ auf Raserjagd gehen, der Beamte der Einwanderungsbehörde beim Deutschtest für Immigranten durchfällt oder zwei Väter am Spielplatz über ihr Schicksal philosophieren. „Was wahr ist, darf man angreifen, auch wenn es für die Kritisierten schmerzhaft ist“, erzählt Franz Gollner, als Urgestein der „Grazbürsten“ heuer das 21. Jahr auf der Bühne, warum er und seine Kollegen Ursula Bruck, Franz Friedrich, Petra Huber, Janos Mischuretz und Gerhard Wanker von der Bühne aus so gerne den Finger in offene Wunden legen.
Premiere: 14. November 2008, 20:00 Uhr
21., 22., 28., 29. November 2008, 20:00 Uhr
5., 6. Dezember 2008, 20:00 Uhr
9., 10., 16., 17., 22., 23., 24., 30., 31. Jänner 2009, 20:00 Uhr
6., 7., 8. Februar 2009, 20:00 Uhr