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Kategorie » Ausstellungen

Vorspiel
Die von Lisa Kandlhofer kuratierte Ausstellung "VORSPIEL" steht im engen Zusammenhang mit unserer Teilnahme an der diesjährigen VIENNAFAIR, auf der ausgewählte Werke dieser und noch weiterer Künstler unserer Galerie zu sehen sein werden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen zur Ausstellungseröffnung, und laden Sie selbstverständlich auch herzlich zum Besuch unseres Standes (B06) auf der VIENNAFAIR vom 20. bis 23. September ein.

Zu sehen sind Werke von:
Alina Kunitsyna, Pier Stockholm, Deborah Sengl, Issa Salliander, Markus Wilfling, Wolfgang Grinschgl, Meapi.

Alina Kunitsyna
Im Fokus der Malerei Alina Kunitsyna stehen Gegenständliches und das Porträt. Ihren Sujets begegnet die Künstlerin im Alltag, und sie werden auf eine überpersonelle Ebene gehoben. Nichts Besonderes oder Wertvolles, Dinge des persönlichen Gebrauchs wie Kleidungsstücke, Schuhe, Mäntel, zerknüllte Taschentücher oder gefaltete Kartons werden als bildwürdig auserkoren.
In den Stoffen, den Kleidern, Tüchern und Bettdecken, aber auch in den abgelegten Schuhen wird die Frage nach dem Körper, nach seiner An- und Abwesenheit, nach Dasein und Vergänglichkeit gestellt. Gleichzeitig entfaltet sich ein Spiel von Verhüllen und Offenbaren, von Verführung, Versprechen, Sehnsucht und Besitznahme, von Erfüllung und Enttäuschung, Anschein und Sein.
Alina Kunitsyna hebt die Malerei über eine vermeintlich simple, akribische, mimetische Darstellung im Sinne eines herkömmlichen Augentrugs hinaus in ein komplexes Bedeutungs- und Reflexionsgeflecht.

Deborah Sengl
Täuschung, Camouflage, Imitation und Maskerade sind die zentralen Aspekte Deborah Sengls Kunst. Mit Ironie und Humor bearbeitet die Wiener Künstlerin Parallelen zwischen Mensch und Tier. Das Phänomen bei Tieren sich zu tarnen, um dem Gegenüber einen Schritt voraus zu sein oder einfach nur um zu überleben, sind für Sengl Spiegelbilder menschlicher Verhaltensweisen. “Wir täuschen, manipulieren und verstellen uns, um irgendetwas damit zu bezwecken.“, stellt die Künstlerin in einem Interview fest.
Seit vielen Jahren hat Deborah Sengl soziale Strukturen und Zusammenhänge künstlerisch analysiert. Gesellschaftliche Repräsentationsmodelle, Machtverhältnisse und die Abhängigkeit und Interaktionen zwischen Täter und Opfer gehören zu den inhaltlichen Eckpfeilern ihrer Arbeit. In einer der jüngeren Skulpturenserien appelliert die Künstlerin an die Sensibilität und das Einfühlungsvermögen der Menschen, nicht länger unnötig Pelze zu kaufen und zu tragen. Die Absurdität, sich im Zeitalter des Webpelzes mit der Haut eines anderen Lebewesens zu schmücken, wird in “Killed to be dressed“ mehr als deutlich. Sengl dreht die Rollen um und zeigt den Fuchs, den Hermelin und den Nerz in menschliche Haut und Körperteile gewandet.

Wolfgang Grinschgl
Dem Anschein nach harmlose Teddybären oder alptraumhaft deformierte Bildnisse – von Wolfgang Grinschgls Motiven geht immer etwas Rätselhaftes aus. In seinen großteils unheimlich anmutenden Szenarien reflektiert der Maler Schattenseiten des Alltags und setzt sich kritisch mit unserer Mediengesellschaft auseinander.
Die stereotypen Kuscheltiere – Symbole einer vermeintlich glücklichen Kindheit – und die maskenhaft grinsenden Gesichter lassen Abgründe und Ungewissheiten vermuten, die das Leben bereithält. Berühmtheit, der äußere Schein oder zweifelhafte Schönheitsideale, Dinge, die unsere überbordende Medienlandschaft als Ersatzwelten im Überfluss bereithält, entpuppen sich allzu schnell als trügerisch. Wolfgang Grinschgl ist ein Künstler, der genau hinschaut, Realität von manipulierter Wahrheit zu unterscheiden weiß und engagiert Stellung bezieht.

Issa Salliander, born in Stockholm, Sweden, 1984
Die in Stockholm geborene Issa Salliander beeindruckt sowohl mit extrem großformatigen Ölgemälden als auch mit kleinen Papierarbeiten. Zitate aus Kunstgeschichte, Rock 'N' Roll und Tagespolitik sind der in London lebenden Künstlerin gleichermaßen Inspirationsquelle.
Mit sicherem Pinselstrich modelliert Salliander Tiere, die als Identifikationsfiguren dienen und imaginäre Porträts, in denen Autorität, Rasse, Unterdrückung und Diskriminierung thematisiert werden. Die enorme Größe der Leinwände einerseits und die detailliert ausformulierten Zeichnungen andererseits signalisieren persönliche Empathie mit dem Dargestellten. Issa Salliander schafft es auf diesem Wege, das Publikum unmittelbar zu berühren und die in den Bildern verborgenen facettenreichen Geschichten zum Leben zu erwecken.

Markus Wilfling
Markus Wilfling war in seiner künstlerischen Laufbahn schon früh darum bemüht, optische Gesetze und Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie in seinen Werken umzusetzen um die Sinne der Betrachter in ihrer Eindeutigkeit bewusst zu beeinträchtigen. Seine Arbeit ist der unorthodoxen Erforschung der Grundlagen menschlicher Perzeption verpflichtet und widmet sich in diesem Zusammenhang dem Alltäglichen, dem allseits Bekannten und scheinbar Banalen.
Im Vordergrund seiner Arbeit steht das Durchbrechen gewohnter Wahrnehmungsmuster – seine Kunst schafft es immer wieder sinnlich zu überraschen. So entwickelt er zum Beispiel Spiegelkabinette, teils in Form begehbarer Rauminstallationen, die in zahlreichen Kabinen eine Spiegelung des Raums ins Unendliche vorgaukeln. Ohne Spielgel – allein durch die symmetrische Konstruktion aus Edelstahl – vermittelt Wilfling den im Zentrum des Kunstwerks Stehenden den Eindruck, sie befänden sich in einer illusionistischen Architektur, in einem in alle Richtungen gespiegelten Raum. Das, was Wilflings Arbeit ausmacht, ist ein Statement für Imaginationskraft und für die Notwendigkeit, Sachverhalte zu durchdenken, Dinge gedanklich zu ergänzen und verstandesmäßig zu durchschauen.

Pier Stockholm
1977 in Lima (Peru) geboren. Lebt und arbeitet in Paris (Frankreich).

Die treibende Kraft meiner Arbeit liegt in dem Versuch der Darstellung des Wunsches der Menschen durch utopische Kräfte Ordnung, Schönheit und Stärke in unsere Leben zu bringen. Bespiel für diesen Wunsch sind die Messen des frühen 20.Jahrhunderts mit moderner Architektur. Der White Elephant - Effekt, welcher in Form von unerwarteten Resultaten dieser Versuche Wirklichkeit bringt, gleicht diesen Wunsch aus. Diese Wirklichkeit ist eine unveränderbare Kraft, die unser Leben formt.

Der weisse Elefant steht für ein wertvolles Besitztum, das von seinem Besitzer nicht weitergegeben werden darf und das unproportional hohe Kosten ( hauptsächlich Erhaltungskosten) im Verhältnis zu seinem Nutzen mit sich bringt. Die Bezeichnung leitet sich von den heiligen weissen Elefanten der südasiatischen Monarchen (Burmas, Thailands, etc.) ab. Das Gesetz verbot die Arbeit dieser Elefanten und aufgrund dieser Tatsache war es Segen und Fluch, wenn man einen solchen Elefanten geschenkt bekam. Ehrung und Bürde zugleich.

Oben Genanntes stellt den Rahmen meiner künstlerischen Experimente dar. Meine Konstruktion von Utopie, modernem Idealismus, Design und Architektur spiegeln mein eigenes tägliches Existieren wider. Manchmal erlebe ich perfekte Harmonie. Dennoch entsteht ein Gefühl von Frustration, Sinnlosigkeit und Sarkasmus ausgelöst durch die Ironie und die Widersprüche, die bei der Suche nach diesen Idealen sichtbar werden. Die Nebeneinanderstellung dieser Emotionen fungiert als Auslöser meiner Arbeit.

MEAPI,
born in Graz, Austria, 1980

Geschriebener Text ist integraler Bestandteil der Bilderserien Armin Pichlers alias MEAPI. Der Grazer Künstler kombiniert in collageartiger Manier Fotografie, Malerei und Text und lässt den Betrachter dabei bewusst im Ungewissen, welche der drei Ebenen die wichtigere ist.
In MEAPIS Malereien beziehen sich Bild und geschriebenes Wort unmittelbar aufeinander, gehen wie selbstverständlich eine Koexistenz ein, um ein integratives Gesamtverständnis zu erreichen. Indem MEAPI ein Wort, eine Wortfolge oder ganze Sätze in seine Werke einbaut, versucht er sich Klarheit über die Dinge zu verschaffen, die er im Begriff ist, motivisch festzuhalten. Er bezeichnet damit das, was er für formal oder inhaltlich interessant hält und konkretisiert Dinge des alltäglichen Lebens, die ihn betreffen oder betroffen machen.

Termine
Eröffnung: 21. August 2012, 18:00 Uhr
22. - 31. August 2012, Di - Fr 14:00 - 19:00 Uhr, Sa 10:00 - 13:00 Uhr
1. - 15. September 2012, Di - Fr 14:00 - 19:00 Uhr, Sa 10:00 - 13:00 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: DSengl_Oryxloewe
Veranstaltungsort
Galerie Eugen Lendl (Palais Lengheimb)
Bürgergasse 4/1, 8010 Graz (Palais Lengheimb)
Tel: +43 (0) 316 825-514
Fax: +43 (0) 316 825-514 4
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Die Galerie Eugen Lendl beschäftigt sich mit dem zeitgenössischen Kunstschaffen im In- und Ausland sowie mit ausgewählten Positionen der klassischen Moderne.

Die Galerie bietet ständig wechselnde Ausstellungen österreichischer und internationaler zeitgenössischer Künstler sowie der klassischen Moderne. Ein reichhaltiger Lagerbestand ergänzt das Angebot.
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haltestelle Jakominiplatz:
strassenbahn 1, 3, 4, 5, 6, 7, 13, 14
buslinie 30, 31, 32, 33, 34, 35, 39, 40
haltestelle Tummelplatz: buslinie 30

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* GVB Fahrpläne
* Liniennetzplan (PDF)
* BusBahnBim-Auskunft

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Galerie Eugen Lendl (Palais Lengheimb)
Bürgergasse 4/1, 8010 Graz (Palais Lengheimb)
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