Ein Streichquartett mit Kontrabass – ohne Cello? Diese Besetzung klingt nur in den Ohren heutiger Konzertbesucher ungewöhnlich. Etliche Werke der Wiener Klassik wurden nämlich im Original für zwei Violinen, Viola und Kontrabass komponiert, darunter einige Divertimenti von Wolfgang Amadeus Mozart oder die frühen Streichquartette Joseph Haydns. Das Ensemble Wien, das 2008 sein zwanzigjähriges Bestehen feierte, spielt allerdings nicht nur Werke der „Wiener Klassik“, sondern widmet sich auch Miniaturen von Franz Schubert und Joseph Lanner oder Stücken der Strauß-Dynastie. Darüber hinaus beschäftigen sich die Künstler mit zeitgenössischer Musik. Um auch größer besetzte Werke spielen zu können, musiziert das Ensemble Wien mit Gästen, die oft aus den Reihen der Wiener Philharmoniker stammen. Es tritt außerdem mit Musikern wie Oleg Maisenberg, Angelika Kirchschlager oder Plácido Domingo auf. Im Grazer Musikverein wird das Ensemble Wien Haydns frühes Streichquartett op. 2/2 interpretieren. Auf dem Programm steht weiters Mozarts A-Dur-Klavierkonzert (KV 414) in der Fassung für Klavier und Streichquartett. Als Solist wird der österreichische Pianist Christopher Hinterhuber zu hören sein, der gemeinsam mit dem Geiger Rainer Honeck auch in Ernest Chaussons Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett faszinieren wird.
Programm:
Joseph Haydn: Streichquartett Nr. 8 in E-Dur, op. 2/2, Hob. III/8
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert in A-Dur, op. 4/1, KV 414 (Fassung für Klavier und Streichquartett)
Ernest Chausson: Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett in D-Dur, op. 21
Solisten: Rainer Honeck (Violine) und Christopher Hinterhuber (Klavier)
Karten & Abos: Konzertkasse, Girardigasse 1c, 8010 Graz, Tel. 0316 82 24 55
Grazer Congress, Stefaniensaal
Sparkassenplatz 1, 8010 Graz
Tel: + 43 (0) 316 8088 400
Fax: + 43 (0) 316 82 64 67
- - - - -
Der große Konzertsaal im Komplex des Grazer Congress, der noch weitere Konzert- und Tagungsräume sowie ein Spielcasino beherbergt, wird allgemein Stefaniensaal genannt. Der zwischen 1905 und 1908 nach einem Entwurf von Leopold Theyer erbaute Saal ist mit reichem Stuck verziert. 14 Komponistenportraits in Grisaille von Julius Schmid zieren die Seitenwände. In diesem herrlichen Konzertsaal finden u. a. die großen Konzerte des Musikvereins für Steiermark statt. Hier entstehen auch viele styriarte-Plattenaufnahmen mit Nikolaus Harnoncourt, der die Akustik des Stefaniensaals ganz besonders schätzt.