Frog on the run. Fotorealistische Ornamentik
Unter dem Titel „Frog on the run“ präsentiert Hartwig Bischof im Universitätszentrum Theologie (UZT) der Karl-Franzens-Universität Graz seine Werke fotorealistischer Ornamentik.
Als Ausgangspunkt für jede „Fotorealistische Ornamentik“ dient eine Fotografie, die im Fortlauf der Produktion den Status eines Modulfotos erlangt. Dieser Teil des „all over ornamental“ liest sich als ein Abbild, als eine Repräsentation der Wirklichkeit. Lapidar, eindimensional, ohne große Inszenierung – soweit dies überhaupt möglich ist.
Durch Wiederholung und serielle Aneinanderreihung des Modulfotos entsteht jene „Fotorealistische Ornamentik“, die das Chaos der natürlichen Welt hinter sich lässt, die Ordnung als Chaos erzeugt, geradezu ein Muster von Welt vor Augen stellt und damit mit einer klaren Struktur der Weltaneignung den Betrachtern zu Hilfe kommt.
Einen dritten Aspekt steuern die Stellen mit Verwebungen bei. Diese handwerklich ausgeführten Ergänzungen überbieten die eben hergestellte Ordnung wieder, durchbrechen die makellosen Reihungen. Sie fungieren aber auch genauso als Flickstellen des schönen Musters, das seinen prekären Weltstand kontinuierlich verschönert. Ganz nebenbei zeigt sich eine entscheidende kulturgeschichtliche Verzahnung zwischen dem computerunterstützt hergestellten Muster und
der alten Handwerkstechnik des Webens: beide bedienen sich des Rasters.
Hartwig Bischof, Studium der Malerei (Akademie der bildenden Künste in Wien), Philosophie und Theologie (Universitäten Graz und Wien); Auslandsaufenthalte in Sri Lanka, Indien, Frankreich und den USA; zahlreiche Ausstellungen.
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 11. März 2010, um 13.15 Uhr im
UZT, Hörsaal 47.02, Heinrichstraße 78, Haus A, 8010 Graz durch Dekan Univ.-Prof. Dr.
Hans-Ferdinand Angel, mit einführenden Worten von Univ.-Prof. Dr.
Gerhard Larcher,.