Kategorie » Lesung/Vortrag/Diskussion
Iris Hanika & Olga Martynova
Iris Hanika liest aus Das Eigentliche. Roman. (Literaturverlag Droschl 2010)
Olga Martynova liest aus Sogar Papageien überleben uns. Roman (Literaturverlag Droschl 2010)
Der Verlag lädt im Anschluss an die Lesung zu einem Glas Wein.
Iris Hanika
Geboren 1962 in Würzburg, lebt seit 1979 in Berlin.
Veröffentlichungen: Katharina oder Die Existenzverpflichtung (Erzählung, 1992); Das Loch im Brot (Chronik, 2003); Musik für Flughäfen (Kurze Texte, 2005); Treffen sich zwei (Roman, 2008); Das Eigentliche (Roman, 2010).
„Iris Hanika ist sowohl eine politische und realistische Erzählerin, gleichzeitig aber auch eine Kunstschriftstellerin, wobei die Kunstschriftstellerin so geschickt getarnt ist, dass man sie beim schnellen Lesen der Texte sogar übersehen kann. Dass uns die Autorin diese Möglichkeit einräumt, gehört zu ihrer Bescheidenheit. Sie muss uns Leser nicht sogleich mit der Nase darauf stoßen, dass wir es hier mit Kunst und vor allem mit Kunst zu tun haben.“ (Wilhelm Genazino)
Iris Hanika zeigt, wie die Verbrechen der Nazizeit uns bis heute in ihren Klauen halten, und übersieht dabei nicht, zu welchen Absurditäten die Professionalisierung des Gedenkens führt. Da wäre nämlich noch ein Eigentliches: unsere Hilflosigkeit angesichts dieser Verbrechen. (zu: Das Eigentliche)
Olga Martynova
Geboren 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien, wuchs in Leningrad auf, studierte russische Sprache und Literatur; 1991 zog sie nach Deutschland. Sie lebt mit ihrem Mann Oleg Jurjew in Frankfurt/Main.
Veröffentlichungen: Brief an die Zypressen (Gedichte, 2001, dt. von Olga Martynowa und Elke Erb); Wer schenkt was wem (Essays, 2003); Rom liegt irgendwo in Russland (mit Jelena Schwarz. Gedichte, 2006) und In der Zugluft Europas (Gedichte, 2009); Sogar Papageien überleben uns (Roman, 2010).
Sogar Papageien überleben uns ist ein berührender und überraschender Roman, der auf paradoxe Art ignoriert, was seine Protagonistin einmal fordert, „dass man in den Büchern besser nicht von den komplizierten Sachen schreibt“. Und was wäre komplizierter als das Wandern der Zeit in die Vergangenheit, als das assoziative Gewebe der Erinnerung, als die Arbeit der Dichter an unserer Erinnerung?
Termine
11. Februar 2010, 20:00 Uhr
Karten
Karten-Telefon: +43 (0) 676 67 101 66
Veranstaltungsort
Literaturhaus
Elisabethstraße 30, 8010 Graz
Tel: +43 (316) 380-8360
Fax: +43 (316) 380-9794
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Karten-Telefon: +43 (0) 676 67 101 66 nur für Veranstaltungen des Literaturhauses.