Von II zu I: Übergabe der neuen Räume und Ausstellungseröffnung - Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3/1
Das Kulturzentrum bei den Minoriten eröffnet nach einer Umbau- und Übersiedlungsphase mit einer mehrtägigen Auftaktveranstaltung seine neuen Räume und lädt zu einer hochkarätigen Ausstellung, zu performativer Raumerkundung und zu zwei eigens für die Eröffnung komponierten Uraufführungen von Beat Furrer und Peter Ablinger, die Raoul Schrott literarisch einführen wird, ein.
Von II zu I: Übergabe der neuen Räume und Ausstellungseröffnung
Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3/1
Grußworte und Vorstellung der neuen Räume durch
mohrsteger architektur wien
Rede an die Kunstschaffenden: Diözesanbischof Dr.
Egon Kapellari
Im Anschluss wird die Ausstellung eröffnet.
PROMETHEUS!
Bildende Kunst_Performance_Literatur_Neue Musik_Gespräch
Anfänge wollen bewältigt werden. Mit Leitsprüchen, Leitgedanken und Wegweisungen. Das Kulturzentrum bei den Minoriten greift zur Eröffnung seiner neuen Räume auf eine alte Form der Bewältigung zurück: die Erzählungen der Mythen. Diese gehören, als endlose Versuche die Natur und die Geschichte menschlichen Handelns zu bewältigen, zur Conditio humana. Und sie haben bis heute von ihrer klärenden Kraft wenig verloren.
Der griechische Gott Prometheus besticht als Schicksalsmythos des Abendlandes mit prekärer Dialektik. Als Unsterblicher führt er die Unsterblichen hinters Licht und bringt den Sterblichen das Feuer. Als Vordenker, Zerrissener, widerständiger Revolutionär, Schöpfer und Innovator, Spötter, Zivilisator, Befreier und Entfessler ungezügelter Kräfte ist er eine Leitfigur für das Vermächtnis der Kunst. Eine Figur für den Anfang, wie wir meinen. Und für die Frage, was wahre Stärke ist: Rache? Hoffnung? Leid? Zorn? Ergebenheit? List?
Unter dem vieldeutigen Schlagwort „Prometheus“ – die Griechen haben ihn den „Vordenker“ genannt – haben wir Künstlerinnen und Künstler der Literatur (Raoul SchROTT), der zeitgenössischen Musik (Peter ABLINGER und Beat FURRER), und der bildenden Kunst (Berlinde de BRUYCKERE, Christian EISENBERGER, Manfred ERJAUTZ, G.R.A.M., Andreas HOFER, ILA, Franz KAPFER, Marianne MADERNA, Klaus MOSETTIG, Jaume PLENSA, Wendelin PRESSL, Werner REITERER, Petra STERRY und Bruno WILDBACH) und der Performance (Marta Ladjánszki) eingeladen, sich diesem Thema in seinen vielschichtigen Aspekten gegenseitig verschränkend anzunähern.
Kuratiert wurde das Mehrspartenprojekt von Johannes Rauchenberger, Roman Grabner (Ausstellung), Florian Geßler, Christian Klein (Neue Musik), Birgit Pölzl (Literatur) und Eveline Koberg (Performance)
Info-Telefon: +43 (0) 316 711133