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Kategorie » Theater/Tanz

Zwischenspiel
Komödie in drei Akten von Arthur Schnitzler.
Inszenierung: Patrick Schlösser
Bühne: Paul Lerchbaumer
Kostüme: Wiebke Meier
Musik: Wolfgang Siuda


Mit:
Steffi Krautz (Cäcilie)
Sophie Hottinger (Gräfin Friederike)
Dominik Warta (Amadeus)
Dominik Maringer (Albertus)
Susanne Weber (Marie)
Julian Greis (Fürst Sigismund)

„Wir beginnen zu gleiten, ohne es zu wissen,
und zu lügen, ohne es zu wollen – das Gesetz heißt gleiten, weiter gleiten“
Arthur Schnitzler


Gibt es ein Eheleben nach der Trennung? Wie viel Wahrheit verträgt eine Beziehung? Kann in erotischen Bindungen Wahrheit die Richtschnur für Treue sein? Die Sängerin Cäcilie und der Komponist Amadeus, beide gefeierte Künstler ihres Fachs, versuchen ihre entgleitende Ehe durch das Gelöbnis fortzuführen, einander bei gegenseitig eingeräumter größtmöglicher Freiheit stets die Wahrheit zu sagen. Doch im Namen der „Wahrheit“ sind schon viele eigennützige Pläne geschmiedet worden. So gestehen sich auch Cäcilie und Amadeus, die sich auf Zeit getrennt haben, immer gerade jenen Teil der Wahrheit, der ihre Position nicht schwächt. Über die Motive indes wird geschwiegen. Insbesondere Amadeus versteht es, hinter seinen Worten die simple männliche Begehrlichkeit nach erotischer Abwechslung zu verschleiern. Noch in seiner Freigabe der Frau an das Versprechen der Aufrichtigkeit verbergen sich patriarchalische Machtstrukturen. Als sich Cäcilie während der Trennung diesen männlichen Konventionen mit entschieden gestärktem Selbstbewusstsein entwindet, entbrennt Amadeus in neuer Leidenschaft zu seiner – nun emanzipierten – Frau. Die Lebensnacht vereitelt jedoch ein neugewonnenes Vertrauen der Ehepartner. Cäcilie will eine gänzlich neue, gleichberechtigte Form gemeinsamer Lebensführung, zu der ihr der noch immer von männlichem Besitzdenken beherrschte Ehemann nicht reif genug erscheint. So besteht am Ende sie darauf, dass es zur Trennung kommt. Eine spätere Wiederannäherung unter geänderten Ehevorzeichen schließt dieses Ende freilich nicht aus.

Ein Stück – entstanden vor über hundert Jahren – über ein neues Konzept von Ehe: die offene Zweierbeziehung im Namen von Freiheit und Wahrheit, die sich nur zu häufig in die Quere kommen. Ein Experiment mit der Aufrichtigkeit in Gefühlsbeziehungen und welche Grenzen ihr gesetzt sind. Ein Drama über den Hang zum Zwischenspiel bei aller Sehnsucht nach Dauer. Und eine Komödie des großen Seelenkenners Arthur Schnitzler, die zum Modernsten gehört, das er für die Bühne geschrieben hat.


Patrick Schlösser, geboren 1971, war zunächst Regieassistent in Mainz, bevor er mit Anna Badora ans Düsseldorfer Schauspielhaus wechselte, wo er 1999 sein Regiedebüt gab und seitdem inszeniert. Von 2000 bis 2002 wechselte er fest ans Schauspielhaus Bochum. Weitere Inszenierungen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Deutschen Theater in Berlin. In der nächsten Spielzeit wird er auch am Volkstheater Wien arbeiten.

Termine
Premiere: 31. Oktober 2006, 19:30 Uhr Anschließend öffentliche Premierenfeier im Foyer
4., 9., 14., 18., 22., 25., 29. November 2006, 19:30 Uhr
1., 2., 29. Dezember 2006, 19:30 Uhr
5., 18., 23. Jänner 2007, 19:30 Uhr
10. Februar 2007, 19:30 Uhr
3. März 2007, 19:30 Zum letzten Mal!
Weitere Informationen
(c) des Fotos / der Abbildung liegt beim Veranstalter
Karten
Veranstaltungsort
Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (0) 316 80 08
Fax: +43 (0)316 80 08 3488
- - - - -
haltestelle Schauspielhaus: buslinie 30
haltestelle Jakominiplatz: buslinie 31,32,33,34,35,39,40; strassenbahn 1,3,4,5,6,7,13,14
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln
* GVB Fahrpläne
* Liniennetzplan (PDF)
* BusBahnBim-Auskunft

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Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
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