Kategorie » Lesung/Vortrag/Diskussion
Zukunft - Über Säkularisierte Heilserwartungen
Konrad Paul Liessmann über Säkularisierte Utopien.
In Antwort auf Rudolf Burgers „Kleine Geschichte der Vergangenheit“ widmet sich Konrad Paul Liessmann in der aktuellen Herbstvorlesung dem Thema der „Zukunft“:
Getreu der Maxime Kierkegaards, dass der Unglücklichste derjenige ist, der entweder in der Vergangenheit (Erinnerung) oder in der Zukunft (Hoffnung) leben muss, ist es an der Zeit, sich auch der zweiten Gestalt des modernen unglücklichen Bewusstseins, die sich als unbedingter Wille zum Neuen, zur Zukunftsoffenheit, zur Zukunftsfitness, zu Zukunftsmärkten, zum zukünftigen Wettbewerb, schlicht zur Zukunft und ihrem Kommen maskiert, ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Ist vom „kommenden Gott“ der Chiliasten, Romantiker und Utopisten in der Spätmoderne nur das „Kommen“ übrig geblieben? Wie geht es den Menschen, deren Daseinsmodus zentral durch dieses Warten und den Anspruch auf Zukunft bestimmt ist?
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann Professor für Philosophie an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien. Der Philosoph, Literaturkritiker und Kulturpublizist Konrad Paul Liessmann verfasste zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Publikationen zu Fragen der Ästhetik, der Kunst- und Kulturphilosophie, der Gesellschafts- und Medientheorie sowie der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Leiter des „Philosophicum Lech“ und Herausgeber der gleichnamigen Buchreihe im Zsolnay-Verlag.
Termine
30., 31. Oktober 2006, 19:00 Uhr
1. November 2006, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Kulturzentrum bei den Minoriten
Mariahilferplatz 3 /I, 8020 Graz
Tel: +43 (316) 711133
Fax: +43 (316) 804 118 750