Installationen und Skulpuren von Markus Redl und Alfred Resch, teilweise auch die Installation von Jens J. Meyer – im Luftraum über dem Gehsteig.
Die Verkehrsberuhigungsinseln vor dem kunstGarten werden freundlicher Weise von der Stadt Graz (Straßenamt und Amt für Grünraum und Gewässer) auf 6 Wochen der gemeinnützigen Kulturinitiative kunstGarten für Kunst im Öffentlichen Raum überlassen. Während dieser Zeit soll das Medium Öffentlichkeit den allgemeinen Zugang zu zeitgenössischer Kunst ermöglichen und Verständnis für eine neue Wahrnehmung aufbauen.
Die KünstlerInnen:
Jens J. Meyer
www.jj-meyer.de/ EN FACE(eine imaginäre Kommunikationsbrücke) - eine Installation aus Tuch und Tauwerk von / am kunstGarten und dem Wählamt der TELEKOM
Wie zwei Enden einer imaginären Brücke ragt die Tuchinstallation ‚en face’ am kunstGarten über die Gehsteige der Payer-Weyprecht-Straße.
Diagonal recken sich die Spitzen der Installation in die Höhe und aufeinander zu, wollen Verbindung aufnehmen mit dem Gegenüber und eröffnen die Kommunikation zur anderen Seite.
Die, mit ihrer schwarzen Glasfassade zur Umgebung kontrastierende Architektur des Wählamtes der TELEKOM (gegenüber dem kunstGarten), wird in die Installationen einbezogen, bildet einen dunklen, grafisch konkreten Hintergrund zur weißen Tuchinstallation und spiegelt diese gleichzeitig mit der Einfamilienhaus-Fassade des kunstGartens.
Die Installation fasst mit ihren korrespondierenden Teilen Straßenraum, Gehteige, Vorgärten und Fassaden zu einer Einheit zusammen. Parallel dazu entsteht eine Torsituation auf der Payer-Weyprecht-Straße, die als weithin sichtbare Markierung auf die Ausstellung PAYER-WEYPRECHT-INSELN hinweist.
‚en face’ entwickelt ein vielfältiges Netzwerk von Bezügen, Verbindungen und Reflexionen und lädt Besucher und Passanten ein, inne zu halten und sich auf eine phantasievolle Entdeckungsreise der Assoziationen zu begeben.
Im Dialog von Kunst, Architektur und Natur entsteht eine spannungsreiche, begehbare Rauminstallation; ein Brückenschlag zwischen privatem und öffentlichem Raum.
Markus Redl
www.markusredl.com/ Suburban Signs (Kooperation mit Sölker Marmor GmbH)”STEIN 48 ZWEI AUTOS”, S”TEIN 49 EIN VORSCHLAG” Skulpturen aus Sölker Marmor, einem besonders harten Stein, der dem Künstler hartnäckigstes Engagement abfordert, rücken Alltägliches aus dem Leben im Stadtraum ins Auge, und laden humorvoll zu einer ironisch – kritischen Auseinandersetzung.
Alfred Resch
www.kulturserver-graz.at/v/resch.alfred.html „Die Garteninsel Franz Josefs“ oder „Grießnocken Codex Austria“ 2006 (Public Space)
Der Straßenname „ Payer – Weyprecht – Straße“ für die Verkehrsfläche vor dem Kunstgarten in Graz ist untrennbar mit der Entdeckung von „Fanz Josef Land“ verbunden. 1872 wurde die ausgedehnte Inselgruppe für Österreich in Besitz genommen.
Die gegenständliche Verkehrsinsel in Graz ist jedoch fruchtbarer als die gesamte Inselgruppe im Nordpolarmeer, worauf die Installation mit der Verwendung von Steinmaterial hinweist.
Material: Steine aufgefädelt auf Stahlrohr, aufkaschierte Schriftzüge, auf Sockel
„Großer – Gries – Gassen – Grieß“: Scheibenhonig
Installation: Eine Reihe von Steinen schwebt über dem Wasserbecken im kunstGarten. Die Informationen auf den Unterseiten der Steine sind in den Spiegelungen der Wasseroberfläche wahrzunehmen.
Bei Grabungsarbeiten im Keller eines Stadthauses in Graz stieß man auf das Ur-Schotterbett der Mur bzw. des „Grazer Beckens oder Feldes“. Ein Teil der freigelegten Flusssteine werden in den „kunstGarten“ transferiert, und nehmen dort wieder verschiedene Beziehungen mit Wasser, Untergrund und Vegetation auf. Material: Findlinge, Farbe, Abhängung, Poolbrücke.
Musik:
Ingrid Eder und
Josef Fürpaß (Bandoneón)
Eröffnung durch Landeshauptmannstellvertreter Landesrat Dr. Kurt Flecker und Univ. Prof. Dr. Werner Fenz, Referatsleiter der Kulturabteilung des Landes Steiermark.