Michel Wintsch: piano
Gerry Hemingway: drums
Baenz Oester: bass
Gerry Hemingway (er spielte elf Jahre im Quartett von Anthony Braxton, arbeitete mit John Cale wie Cecil Taylor, Derek Bailey und Kenny Wheeler, hat zahlreiche eigene Bands, u.a. mit Ellery Eskelin, Herb Robertson und Mark Helias …) + WHO Trio Bänz Oester (er machte nicht nur als Sideman von Redman, Terrasson, Lovano, Brecker, Anderson, Blythe, Baron, Potter, Favre u.a.m. auf sich aufmerksam.) + Michel Wintsch (er spielte mit Fred Frith, Han Bennink, Ray Anderson …, aber auch der Rockband "Monkey's Touch"): Seit 1998 sind sie ein Trio. Und konnten entwickeln, was so manchen Formationen fehlt - einen (quasi kammermusikalischen) Gruppensound. Das profunde kompositorische Verständnis aller drei Musiker (so komponiert etwa Hemmingway nicht nur im "Jazz"kontext, sondern auch Kammer- und Orchesterwerke, Wintsch u.a. für Kinofilme von Alain Tanner …), ihre klaren musikalischen Konzepte und spieltechnische Meisterschaft wie auch jahrelange Vertrautheit als Trio sind dabei beste Startbasis, um bei Live-Acts auch in Welten der freien Improvisation vorzudringen. So attestiert Chris Parker von BBC Music dem WHO Trio: "… wholly absorbing, rousingly unpredictable, cleverly structured pieces that elicit trio performances of extraordinary subtlety and delicacy yet scrupulously controlled power."
Gerry Hemingway arbeitet seit 1974 als Komponist und Solo- sowie Bandmusiker. Er hat zahlreiche Bands geleitet, darunter (seit 1997) sein Quartett mit Ellery Eskelin, Herb Robertson und Mark Helias sowie kooperative Gruppen, wie zum Beispiel diejenige mit Mark Helias & Ray Anderson (BassDrumBone: 2007 war das 30-jährige Jubiläum), oder mit Reggie Workman & Miya Masaoka (Brew), diejenige mit Georg Graewe & Ernst Reijseger (GRH trio), oder auch seine Duos mit Thomas Lehn bzw. John Butcher. Gerry Hemingway ist ehemaliger Guggenheim-Stipendiat und erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge für Kammer- und Orchesterwerke, darunter das Werk „Terrains“, ein Konzert für Schlagzeug und Orchester, das das Kansas-City-Symphony-Orchester in Auftrag gegeben hatte. Für das deutsche Label „between the lines“ hat er während zwei Jahren an der Produktion von „Songs“ gearbeitet. Das Publikum kennt ihn gut: Elf Jahre spielte er im Quartett von Anthony Braxton. Er hat häufig mit Improvisatoren und Komponisten von weltweit herausragender Bedeutung zusammengearbeitet, wie z.B. mit Evan Parker, Cecil Taylor, Mark Dresser, Anthony Davis, George Lewis, Derek Bailey, Leo Smith, Oliver Lake, Kenny Wheeler, Frank Gratkowski, John Cale, Marilyn Crispell, Michael Moore und mit vielen anderen.
Bänz Oester ist einer der gefragtesten Bassisten des europäischen Jazz. Die Liste seiner „Arbeitgeber“ und Partner ist sehr lang und vermittelt einen guten Eindruck von seinem weiten musikalischen Horizont. So spielt er zum Beispiel mit so unterschiedlichen Pianisten wie Malcolm Braff (High Energy Afro Jazz), Michel Wintsch (zeitgenössische Kompositionen und freie Improvisation) und Hans Feigenwinter (Standards, Bop und Originals). Neben seinen vielfältigen Aktivitäten als Sideman – er spielte u.a. mit Dewey Redman, Michael Brecker, Joe Lovano, Vienna Art Orchestra, Pierre Favre, Bill Stewart – leitet Oester eigene Bands und ist in vielen kooperativen Projekten mit von der Partie. Oesters Bassspiel zeichnet sich nicht zuletzt durch einen warmen, natürlichen Klang, unprätentiöse Eleganz und eine schier unerschöpfliche melodische Erfindungsgabe aus. Bänz Oester ist einer der großen romantischen Rebellen des zeitgenössischen Jazz. Seine Liebe zur Tradition hält ihn nicht davon ab, stets neue Abenteuer zu suchen.
Die grenzenlose Inspiration des Pianisten und Komponisten
Michel Wintsch entspringt einem vielfältigen und reichhaltigen musikalischen Background. Er vereint die Traditionen des Jazz mit der urtümlichen Kraft des progressiven Rock, die Unbeschwertheit der Improvisation mit der Kompromisslosigkeit von Orchester-Kompositionen, das virtuose Spiel mit digitaler Bearbeitung und Mischtechnik, und sein Ansatz ist dabei sowohl von Synkretismus als auch von Poesie geprägt. Er komponiert so, dass seine Mitspieler einen großen kreativen Freiraum erhalten, gleichwohl er einen ureigenen Stil entwickelt hat. Michel Wintsch hat mit dem Trio WHO (wie mit anderen Gruppen) zahlreiche Tourneen unternommen, in den letzten 10 Jahren war er hierbei weltweit unterwegs. Er hat zahlreiche Aufnahmen gemacht und mit vielen Musikern zusammengespielt (Fred Frith, Han Bennink, Michel Doneda etc.). Er komponierte Musik für Kinofilme (Alain Tanner), fürs Theater und Ballett sowie für zahlreiche andere musikalische Projekt
Links
www.gerryhemingway.com
www.baenzoester.com
www.michelwintsch.com