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Bernhard Seiter & Dieter Sperl
Bernhard Seiter liest aus Elf Finger
Dieter Sperl liest aus absichtslos
Bernhard Seiter
Geboren 1964 in Bad Ischl, lebt als freier Autor in Wien. Co-Drehbuchautor von „Fegefeuer“ (1987), Drehbuchautor von „Schwarzfahrer“ (1997). Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Meteor“ von 1996 bis 1998 und Mitbegründer und Redakteur der Zeitschrift „RAY“(2000 bis 2003). Elf Finger ist sein erster Roman.
Eine atemlose Großstadterzählung, packend, skurril und voller Abgründe. Eine Mutter, ein Sohn, ein Mann und ein Kater – die Leben von Bernhard Seiters Protagonisten sind alle durch das Verkehrsnetz einer Stadt miteinander verstrickt, und doch ist jeder für sich allein. In bestechender Sprache bringt Bernhard Seiter das Gefühl der Anonymität in der Großstadt auf den Punkt, in der kuriose Vorkommnisse existenziellen Ängsten zur Seite stehen. Elf Finger erzählt aufwühlend von den Abgründen, die sich hinter der Banalität verbergen, und von den Albträumen, die der ganz normale Alltag bereithält.
„Dieser Roman ist Literatur im strengen Sinne, Wortkunst, der musikalischen Komposition näher als der filmischen Dramaturgie.“ (Thomas Rothschild, Die Presse)
Dieter Sperl
Geboren 1966 in Wolfsberg. Studium der Deutschen Philologie und Philosophie in Graz, lebt seit 1997 in Wien. Von 1989 bis 1993 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „perspektive“. 2005 Konzeption und Betreuung des wöchentlich erscheinenden Literarischen Fensters in der „Wiener Zeitung“. Literaturredakteur der Kunst- und Kulturzeitschrift „ST/A/R“.
Veröffentlichungen u.a.: Damals, vor Wort (gem. mit Helmut Schranz, 1992); entwurf von selbst (Gedichte, 1994); Alles wird gut (1998); Random Walker (Filmtagebuch, 2005); absichtslos (Roman, 2007).
Dieter Sperl protokolliert in seinem Roman »absichtslos« Szenen des Wiener Alltags. Diese speisen sich aus Erinnerungen an vergangene Begegnungen und Erlebnisse, nächtliche Träume und überwundene Krisen, von denen die unterschiedlich oft wiederkehrenden Figuren – Künstler, Frühpensionäre, Asylbewerber, Angestellte – sich oder einem Gegenüber, Zeugnis ablegen.
"Ja, es wird vom Tod erzählt, von Obdachlosigkeit und Einsamkeit, von drohendem Wahnsinn und Lebensangst, doch stets scheu, in leisen Zwischentönen, eingebettet in Gespräche über Waldviertelknödel und Avocadocremesuppe, über Turnschuhe und Kätzchen, als könnte der ihnen innewohnende Schrecken durch den profanen Alltag gebannt werden". (Martina Wunderer, Literaturhaus Wien)
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