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Kategorie » Theater/Tanz
A Hetz
oder: die letzten Tage der Menschlichkeit
Von Franzobel
Hetz, das ist ein in Österreich gängiges Wort für Spaß. Der Begriff wird von der Hatz, dem Zu-Tode-Hetzen von Tieren, hergeleitet. Bis 1796 bei Wien ein dieser Volks-, aber auch Adelsbelustigung gewidmetes Amphitheater in Flammen aufging, fanden hier regelmäßig Tierhatzen vor Publikum statt, danach wurden sie vom Kaiser wegen Brandgefahr verboten.
"A Hetz oder: Die letzten Tage der Menschlichkeit" nennt Franzobel in dieser Tradition der derben Späße, bei denen immer garantiert jemand zu Schaden kommt, sein Stück über Migrantenschicksale in Österreich. Denn: "Österreich ist schön. Ist das schön. So schön ist Österreich, dass schon die Schulkinder es aufschreiben müssen."
Basierend auf dem Fall der Arigona Zogaj hat Franzobel ein groteskes Spiel geschaffen, das eine eindeutige, anklagende - durchaus auch zu hinterfragende - Position bezieht. Dieses Groteskspiel der herrschenden Niederträchtigkeiten bewegt sich auf dem Grat zwischen Schwank, Volksstück und aufklärender Parabel und in den literarischen Spuren der großen Pamphlete. Am Theater im Keller soll es zur Revue der gegenwärtigen geistigen Verengungen werden.
Regie: Reinhold Ulrych
Termine
Premiere: 19. Jänner 2010, 20:00 Uhr
21. - 23., 27. - 30. Jänner 2010, 20:00 Uhr
2. - 6., 9. - 11. Februar 2010, 20:00 Uhr
Karten
Veranstaltungsort
Theater im Keller
Münzgrabenstraße 35, 8010 Graz
Tel: +43 (316) 84 61 90 oder +43 (0) 664 97 33 184
Fax: +43 (316) 38 42 95
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