Das ursprünglich turksprachige Nomadenvolk der Chasaren beherrschte ab der Mitte des 7. Jahrhunderts ein Gebiet, das den Nordkaukasus, die Steppengebiete nördlich des Schwarzen Meeres und des Kaspischen Meeres bis hin zum Aralsee umfasste. Unter der Führung ihres Khagans konnten die Chasaren im 9. Jahrhundert die Rolle als dritte Großmacht neben dem oströmischen Kaisertum und dem Kalifat beanspruchen, ehe sie Mitte des 10 Jahrhunderts von den Kiever Fürsten unterworfen wurden. Besondere Aufmerksamkeit wurde und wird dem chasarischen Reich aus religionshistorischer Sicht zuteil -- nahmen doch die Herrscher und ein Teil der Oberschicht zu Beginn des 9. Jahrhunderts den jüdischen Glauben an.
Turnus: wöchentlich, jeweils Mittwoch Zeit: 19.40 Uhr Ort: TU-Hörsaal VI, Rechbauerstr. 12/P Kosten: jeweils € 8,- URANIA Mitglieder haben freien Eintritt! Wiss. Leitung: Dr. Dr. Johannes Gießauf, Historiker