Stadt der Zuflucht - Writers in residence
Seit 1997 ist die Landeshauptstadt Graz eine Stadt der Zuflucht. Dieses Engagement ist eine Reaktion auf weltweite, immer wiederkehrende Verfolgung von kritischen Autorinnen und Autoren und der daraus resultierenden Notwendigkeit, konkrete Solidarität zu zeigen. Stadt der Zuflucht steht in engem Zusammenhang mit der Menschenrechtsstadt Graz und ist international bestens vernetzt.
Die Grundüberlegung besteht darin, verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Graz aufzunehmen, die auf Grund politischer Bedingungen in ihren Heimatländern gefährdet sind. Dadurch sollen sie unterstützt werden und die Möglichkeit erhalten, sich körperlich wie geistig zu erholen und ihre literarische Tätigkeit im gesicherten Rahmen fortzusetzen.
Die Organisation dieses Projektes wurde vom Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz (IHAG) – Kulturvermittlung Steiermark übernommen, das diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit Dienststellen des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten sowie in Kooperation mit internationalen Organisationen (amnesty international, Internationaler und Deutscher P.E.N.-Club, Heinrich Böll-Siftung, Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, writers in prison-committee, Open Society Institute usw.) durchführt.
Die Gäste in Graz:
1997 Akin Adesokan (Ibadan, Nigeria)
1997-1998 Jodgor Obid (Taschkent, Usbekistan)
1998-2000 Muhidin Šarić (Prijedor, Bosnien-Herzegowina)
2001-2002 Abderrahmane Bouguermouh (Bejaia, Algerien)
2003 Ales Rasanau (Minsk, Weißrussland)
2003 Zeynel Kizilyaprak (Adyyaman, Türkei)
2003-2004 Carlos A. Aguilera (Havanna, Kuba)
2005 Maxwell Sibanda, Harare (Harare, Zimbabwe)
2006-2007 Alessandra Molina (Havanna,Kuba)
2008-2009 Sihem Bensedrine (Tunis, Tunesien)
"Stadt der Zuflucht" und weitere Projekte des IHAG werden in erster Linie durch das Kulturbudget der Stadt Graz finanziert. Projektbezogene Förderungen erfolgen durch Mittel des Landes Steiermark-Kultur, des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, sowie durch Beteiligungen anderer Organisationen.
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