Preisträger*innen 2019


Carl Mayer und Friedrich Murnau Ausschreibungsthema: INFAM

JURY

Reinhard Jud, Regisseur, Autor, AT
Wolfgang Lehner, Kameramann, US
Cornelia Seitler, Produzentin, CH
Mag.a Susanne Spellitz, Redakteurin ORF, AT
Johannes Höß, (Vorjahrespreisträger), Autor, AT


Im Rahmen der Diagonale 2019 wurden die vom Kulturressort der Stadt Graz initiierten und vom Grazer Stadtsenat beschlossenen Carl-Mayer-Drehbuchpreise im Rahmen der Diagonale-Drehbuchpreisvergabe am 22.3.2019 im Hotel Wiesler feierlich übergeben.

Der Hauptpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs ging an Jessica Lind für das Treatment Der Tag, an dem der Regen kam, den Förderungspreis erhielt Ulrike Kofler für das Treatment Full House.

Die internationale Jury (Reinhard Jud, Wolfgang Lehner, Cornelia Seitler, Susanne Spellitz, Johannes Höß) hat die Preisträger*innen aus 22 Einreichungen zum Thema „Infam“ ermittelt.


Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Der Tag, an dem der Regen kam“ von Jessica Lind, Hauptpreis € 15.000,--

„ Die zweijährige Lea läuft von zu Hause weg und ertrinkt in einem Bach. Ihre Mutter Hannah findet sich damit ab. Gleichzeitig entdeckt Sarah, ihre jüngere Schwester, dass sie schwanger ist. Hannah unterstützt eine Abtreibung, Sarah behält aber das Kind. Hannah bleibt allein, Jahre später kommt es zur Konfrontation mit ihrer Nichte.

Der Autorin/dem Autor gelingt es, aus einem atmosphärisch dicht gestalteten Mikrokosmos große Themen unaufgeregt zu beschreiben."



Jurybegründung für das Spielfilm-Treatment "Full House" von Ulrike Kofler, Förderpreis € 7.500,--

„Die neunjährige Gina tut alles, um das Familienleben aufrecht zu erhalten. Sie sorgt für ihre jüngeren Brüder, ihre Mutter trinkt, ist wieder schwanger und steht unter Kontrolle des Sozialamts. Als das Neugeborene einer Pflegefamilie zugewiesen wird, verlässt Gina die Kraft. Trotzdem gibt sie nicht auf. Neue Möglichkeiten zeichnen sich ab.

Der Jury gefällt vor allem die sensible und authentische Schilderung aus der Perspektive der Neunjährigen."