Mirella Kuchling

Künstlerische Laufbahn

Mirella Kuchling wurde in Graz geboren, wo sie Deutsche Philologie und Geschichte studierte. Als Journalistin und später auch als Online-Redakteurin tätig, arbeitete sie an verschiedenen „Kulturhauptstadt 2003”-Projekten mit. 1996 erhielt sie das DDr. Preiss-Stipendium der Karl-Franzens-Universität Graz.
Ihre Dissertation zum Thema„Schriftsteller in Grazer Straßennamen. Eine illustrierte Dokumentation“ bildete die Grundlage für das Buch “Literarische Spaziergänge durch Graz”, das 2004 bei der Steirischen Verlagsgesellschaft erschienen und leider vergriffen ist.
Im März des Jahres 2004 erste literarische Publikation in der Zeitschrift DUM (= Das ultimative Magazin; Zeitschrift des Literaturhauses Niederösterreich).
Anfang 2005 erste fotokünstlerische Veröffentlichung im “sterz”.
2006 Mitarbeit an der 23. Künstlerbegegnung im Stift St. Lambrecht (Weg-Strecken : Standpunkte. Arten des Bewegens).
Als im Oktober 2011 ihr erster Roman "Frauenzimmer unmöbliert" in der edition keiper erschien, avancierte das Buch zum Verlagsbestseller.
2012 folgte mit "Frauenzimmer teilmöbliert" der 2. Teil, im gleichen Jahr las Mirella Kuchling auch auf er Wiener Buchmesse.
2013 folgt mit "Frauenzimmer vollmöbliert" der Abschluss der (zunächst gar nicht geplanten) Trilogie. 2015 Teilnahme am 1. Fine Crime Festival in Graz, Mitwirkung an insgesamt 3 Anthologien, u. a. an den "Literarischen Verortungen".
2016 Teilnahme am 2. Fine Crime Festival in Graz mit "13 x Mord", einer Sammlung von 13 Kriminalgeschichten rund um Mord & Totschlag.
2017 Mitarbeit an der Criminale in Graz, Lesung mit Beate Maxian, Lesung auf dem Literaturschiff Stubenberg und in der Klagenfurter Buchhandlung Heyn.
2018 Mitarbeit an „Zweite Halbzeit“, Residenz Verlag, einem Sammelband, der die Geschichten von Frauen im Grazer Frauenhaus wiedergibt.


Lesungen (Auswahl)

Wiener Buchmesse; Literaturhaus, Kulturhaus, Stadtbibliothek, Landesbibliothek, Kulturservice, Karl-Franzens-Universität, Med-Uni, Dradiwaberl, Kunsthandwerksmarkt Färberplatz (alle Graz), Gerberhaus Fehring, Liezen, Köflach, Riegersburg, Bad Aussee, Stainz, Lieboch. Sernau, Gratwein, Stubenbergsee, Klagenfurt u.v.m.


BÜCHER

LITERARISCHE SPAZIERGÄNGE DURCH GRAZ
Steirische Verlagsgesellschaft, 2004, vergriffen
Dieses Buch ist ein Anreiz für alle Graz-Interessierten, die Stadt aus einer ungewohnten Perspektive anhand von 7 Entdeckungsrouten kennen zu lernen. Auf den Spuren berühmter und (fast) vergessener Autorinnen und Autoren erhält man Einblick in das Leben der Literaten in der Stadt und das Bild, das sie sich von ihr gemacht haben. Textbeispiele und viele Abbildungen machen aus diesem "Graz-Führer" ein Stück lebendiger Geschichte.

FRAUENZIMMER-TRILOGIE
Frauenzimmer unmöbliert (Roman edition keiper), 2011
Vom cholerischen Exfreund vor die Tür gesetzt, versucht eine junge Frau, nicht nur ihr Selbstbewusstsein, sondern auch die spärlich eingerichtete neue Wohnung aufzumöbeln. Nur: Woher das Geld für schicke Möbel nehmen? Die erfinderische Journalistin weiß sich zu helfen: Sie macht sich ihren Job zunutze, um reiche Männer kennenzulernen, die ihr die Wohnung einrichten. Bald schon gehen ihr – mit tatkräftiger Unterstützung von Freundin Mona – die ersten Opfer ins Netz: ein alternder Maler, ein verrückter Graf und ein unverfrorener Antiquitätenhändler.

Frauenzimmer teilmöbliert (Roman, edition keiper), 2012
Die Suche nach der großen Liebe geht weiter. Oder dreht sich doch nur alles darum, Mobiliar für die nach wie vor halb leere Wohnung zu ergattern? Der zweite Band der Frauenzimmer-Trilogie führt die Protagonisitn zum Speed-Daten, zum Akt-Shooting, in ein verträumtes Landschloss und beinahe in die Arme einer liebestollen Frau. Freundin Mona unterstützt sie nach wie vor tatkräftig und wirft sie - wie es ihre Art ist - in die Arme der seltsamsten Käuze. Und damit es richtig gruselig wird, tauchen auch noch Ratten auf …

Frauenzimmer vollmöbliert (Roman, edition keiper), 2013
Im letzten Teil der „Frauenzimmer-Trilogie“ wirft nicht nur Casanova ein Auge auf die Protagonistin, auch der extra aus Venedig angereiste Marco unterbreitet ein unmoralisches Angebot. Ein kanadischer Möbelbaron sorgt für mehr Holz in der Wohnung und Mona zieht schließlich den dicksten Fisch an Land: Bernd, der als „Favorit“ vor der versammelten Fernsehnation nach seiner Traumfrau sucht.

DÄCHER ÜBER GRAZ,
Hrsg. von Dieter Kunze, Anthologie, edition keiper, 2015
Dieses literarische Bilderbuch wurde von Dieter Kunz (einem seit 45 Jahren in Schweden wohnenden Grazer Künstler) initiiert, der sich während seiner regelmäßigen Graz-Aufenthalte den Dächern über Graz gewidmet und sie bis in jedes einzelne erhaltene historische Detail zu Papier gebracht hat. Die Eigentümlichkeit der Grazer Dachlandschaft ist in der ästhetischen Wirkung ihrer Gesamtheit wesentlicher Teil des Weltkulturerbes und prägt das harmonisch-spannungsreiche Grazer Stadtbild.
Fünfzehn Autorinnen und Autoren haben diesen Bleistiftzeichnungen Texte mit Graz-Bezug zur Seite gestellt, und entstanden ist eine wunderbare Liebeserklärung an die steirische Landeshauptstadt.

LITERARISCHE VERORTUNGEN,
Neue Texte zu den Schauplätzen mittelalterlicher Literatur in der Steiermark und in Slowenien. Hrsg. von Wernfried Hofmeister, Anthologie, edition keiper, 2015
Wenn es wirklich so etwas wie Literaturlandschaften gibt, dann können wir eine der wohl produktivsten im steirischen Raum verorten. Das spiegelt zum einen das netzwerkhafte Erzählprojekt der „Steirischen Literaturpfade des Mittelalters“ im Universum seines vielgestaltigen Textoeuvres wider und zum andern die nun davon angestoßene Anthologie: Vereint im bibliophilen Stil einer alten Sammelhandschrift und zugeordnet den mittelalterlichen Literaturschauplätzen Admont, Bruck/Mur, Neuberg/Mürz, Seckau, Stattegg, Unzmarkt- Frauenburg, Vorau, Wildon, Žice (Seitz) und Žovnek (Sanneck) bilden ihre fein geschliffenen Lyrik- und Prosa-Texte ein Ensemble tiefsinniger, dabei manchmal heiterer, aber immer nahe am Menschen und seiner inneren Topographie entlangwandernder Sprachkunstwerke.

13 X MORD
Kriminalgeschichten, edition keiper, 2016
Wenn in Nachbars Garten unverschämt schönes Gemüse wächst, der Geliebte plötzlich nicht mehr besonders liebenswert erscheint oder selbst eine Kranke nicht von lästigen Annäherungsversuchen widerlicher Männer verschont bleibt, so geschieht früher oder später ein Mord. Ein finaler Mord oder aber ein solcher, der Lust auf mehr macht nicht nur den kaltblütig, krankhaft sowie kreativ Mordenden, sondern auch den Leserinnen und Lesern, die hier 13 Mal in facettenreicher Manier Leichen serviert bekommen ...

TOD UND TAFELSPITZ
Krimis und Rezepte aus Österreich, Hrsg. von Illona Mayer-Zach, Wellhöfer Verlag, 2016
24 österreichische Krimiautoren laden zu einer mörderisch guten Schlemmertour durch das Feinschmeckerparadies ihrer Heimat. Mit ihren Kurzgeschichten, die kreuz und quer durchs Land führen, sorgen sie nicht nur für spannendes Lesevergnügen, sondern gewähren auch einen Blick in regionale Kochtöpfe. Bei ihren Ermittlungen lüften die Autoren manch lukullisches Geheimnis: So stehen neben „Veltliner Brotsuppe“ über „Nierndln mit Hirn“ bis zu „Huraguate Funkaküachle“ noch viele andere Köstlichkeiten der Alpenrepublik auf der kriminellen Speisekarte.


DAVID GREEN
Auf der Suche nach dem Wetterwürfel, edition keiper, 2017
Ohne Unterlass regnet es im Vereinigten Königreich der Insekten und Menschen. Um diesem seltsamen Umstand auf den Grund zu gehen, bedarf es dringend eines kleinen Helden, eines Grashüpfers edler Herkunft, bester Bildung und hohen Mutes: David Green. Die eigene Existenz einem Wagnis verdankend, ist er genau der Richtige für diese Aufgabe. Er gerät von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste, bekommt es mit beschwipsten Ameisen, kannibalischen Kaninchen, einem traumatisierten Eichhörnchen, einer Katzenkrähe mit einer Vorliebe für Spuckkuchen und vielen anderen skurrilen tierischen Zeitgenossen zu tun, verliert aber trotzdem nie sein gesundes Maß an Naivität. Ob er den Wetterwürfel findet? Und ob mit dessen Hilfe die Sonne wieder scheinen wird? Eine turbulente Erzählung, ein schräges Märchen mit phantastisch-insektisch aufbereiteten Charakteren … Mitreißend!

WOVON ZU SCHREIBEN IST
Autorinnen öffnen ihre Schreibräume. Hrsg. Von Anita Keiper, edition keiper, 2018
Mit Beiträgen von Ute Eckenfelder, Petra Ganglbauer, Ingeborg Görler, Gertrude Maria Grossegger, Mirella Kuchling, Bettina Messner, Ulla Puntschart, Sophie Reyer, Friederike Schwab, Christine Teichmann, Tina Veit-Fuchs, Hedwig Wingler, Andrea Wolfmayr, Ingrid Zebinger-Jacobi und Monika Zobel. Coverbild: Renate Krammer
Wir wollten wissen, wie das so ist mit dem Schreiben. Was sich querstellt, was sich öffnet, wohin sich die Welt der Texte beim Schreiben verlaufen kann. 15 Autorinnen der edition keiper öffneten daraufhin ihre Schreibräume und gaben Einblicke in ihr literarisches Schaffen, ihre Schreibprozesse und erläuterten damit ganz nebenbei ihre Sicht auf die Gesellschaft. Die Einladung zur Mitwirkung gab keinen engen Rahmen vor – die Beiträge konnten (und sollten) unterschiedlichster Art sein, wie ja auch bei den Autorinnen unterschiedlichste Lebensinteressen im Fokus stehen und die Herangehensweisen an das Schreiben unterschiedlich sind. Und doch fügen sich die Texte – ohne Absprache – so konzentriert aufeinander und ineinander, als wären diesem Projekt endlose Besprechungen und Richtungsvorgaben vorausgegangen. Das Ergebnis: der große, perfekte Bogen, weiblich-poetisch hinterlegt, unsentimental, aber doch mit großem Gefühl, das leise daherkommt. Uneitel, und doch sehr selbstbewusst. Ganz natürlich weiblich.

ZWEITE HALBZEIT
Geschichten, die Mut machen, Residenz Verlag, 2018
Vor mehr als 35 Jahren wurde der Verein Frauenhäuser Steiermark gegründet, der Frauen und Kindern Hilfe und Schutz gewährt, wenn sie Gewalt in der Familie ausgesetzt sind. Vor allem aber werden die Frauen beim Start in ein neues Leben unterstützt, und dieser Wunsch liegt auch dem Lesebuch Zweite Halbzeit zugrunde. Der junge Grazer Autor Paul Ziermann hat ihnen die Geschichte eines Teams gewidmet, das nicht aufgegeben, sondern weitergekämpft hat, einer Frauenfußballmannschaft, die uns zeigt, dass es immer eine Zweite Halbzeit gibt, wenn wir nur den Mut dazu haben. Und aus Gesprächen, die 22 Künstler/innen mit ehemaligen Frauenhausklientinnen geführt haben, sind sehr persönliche Beiträge entstanden, die dieses ungewöhnliche Lesebuch abrunden.